Executive Health

Executive Health Day 10-2015

Dass das Experiment „Executive Health Day“ für Steinbach & Partner gelungen ist, daran besteht nach den Rückmeldungen während und nach der Tagung, die am 8. + 9. September 2015 im Tagungszentrum Bernhäuser Forst stattfand, kein Zweifel mehr.

Vertreter namhafter Konzerne und mittelständischer Unternehmen hatten sich die Zeit genommen, das wichtige Thema „Führungskräfte-Gesundheit“ in einem kleinen exklusiven Kreis nicht nur aus der fachlich/wissenschaftlichen, sondern auch aus der seelisch/spirituellen Perspektive zu betrachten. Durch hochkarätige Referenten wurden neueste Fakten präsentiert und diskutiert, sowie mögliche Lösungswege durch praktische Übungen und Demonstrationen auch erlebbar gemacht.

In seiner Eröffnung ging Dr.-Ing. Peter Becker als geschäftsführender Gesellschafter von Steinbach & Partner auf den laufenden Paradigmenwechsel in Bezug auf Führung ein und wie sich die Personalberatung durch ein neues Geschäftsmodell auf die veränderten Anforderungsprofile einstellt. Bereits die Eröffnung der Tagung, die musikalisch vom Meisterspieler der japanischen Shakuhachi-Flöte Dr. Jim Franklin umrahmt wurde, wies auf den neuartigen Charakter hin: Leib – Seele – Geist des Menschen standen gleichbedeutend im Zentrum.

Mit Prof. Götz Mundle und Prof. Roland von Känel, die als Mediziner sehr viel mit kranken Führungskräften zu tun haben, konnten die Teilnehmer neue Einblicke in die Gefahr des Substanzmissbrauchs (Alkohol, Drogen, Medikamente) gewinnen und anhand eines Stressmodells erfahren, durch welche Maßnahmen man proaktiv einem Burnout entgegenwirken kann. Dr. Hendrik Hüttermann von der Universität St. Gallen überraschte die Zuhörer nicht nur mit Daten über den nachweisbaren Erfolgen durch transformationale Führung sondern auch mit dem mittlerweile messbaren wirtschaftlichen Mehrwert, den Investitionen in die individuelle und organisationale Gesundheit erzielen. Mit Ralph Wilms und Gregor Wilbers konnten zwei erfahrene Psychologen die zunehmendeBedeutung von Resilienz und Achtsamkeit verdeutlichen. Insbesondere deren Übungen erlaubten eine unmittelbare Wahrnehmung des Gewinns, einmal bewusst inne zu halten und ganz im Hier und Jetzt wahrzunehmen. Das Potenzial zur eigenen Gesundheitsförderung aber auch dieChance, auf bisher nicht zugängliche Lösungen für geschäftliche Probleme zu kommen, machte Mut, diesen für viele neuen Weg zu gehen. Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Beitrag von Thomas Sattelberger, der durch seine sorgfältig recherchierten Daten die Bedeutung der organisationalen Gesundheit – in Ergänzung zur individuellen Gesundheit – unterstrich.Es wurde deutlich, dass Deutschland trotz hervorragender wirtschaftlicher Daten in Bezug auf die Themen Gesundheit und Führungskultur ein „Reparaturbetrieb“ ist.

   

Derzweite Tag begann mit zwei „Wake-up“-Workshops von Paul Kohtes (Zen-Meditation), der auch die Tagung moderierte und von Stephanie Brand (Bewegung und Entspannung). Das bereits eine Investition von wenigen Minuten, die Zuhause oder unterwegs praktiziert, so viel bringen kann, war für manchen Teilnehmer eine Überraschung.Einen tiefen Eindruck hinterließen auch die Ausführungen und praktischen Übungen von Dr. Friedrich Assländer. Von vielen Unternehmen wie zum Beispiel BMW bereits erfolgreich praktiziert konnten die Teilnehmer erleben, dass die sog. räumliche Aufstellung von Geschäftsanliegen durch lebende Personen neue Einsichten und Lösungshinweise hervorbringt. Frau Dr. Nadja Rosmann gab in ihrem Referat einen Einblick über Erfahrungen in der Umsetzung von Maßnahmen zur Gesunderhaltung von Führungskräften, die über das übliche Programm wie gesunde Ernährung und sportliche Aktivitäten hinausgehen. Einen ganz konkreten Einblick in einen durch Achtsamkeit, Meditation und transformationalerFührung gekennzeichneten Alltag einer Führungskraft gab Prof. Dr.-Ing. Sven Wanser. Der Nutzen, aber auch die organisationalen Grenzen und Auswirkungen eines solchen Führungsstils wurden transparent. Die Tagung endete mit einem nachdenklich stimmenden Referat von Dr. Alexander Poraj über den Mut zur Sinnsuche. Wie viel Energie die hohe Fokussierung des menschlichen Denkens auf Vergangenes und Zukünftiges verzehrt und die dahinter verborgene Angst des Individuums eine Enge produziert, wurde anschaulich und humorvoll präsentiert.

In seinem Schlusswort ermutigte Dr.-Ing. Peter Becker zur aktiven Nutzung der Anregungen, Impulse und Lösungswege, damit Führung in Zukunft auch für die nachwachsende Generation eine lohnenswerte Aufgabe bleibt, die nicht die Gesundheit kostet und die heutige Generation der Top-Führungskräfte auf ihrem Sterbebett nicht zu denjenigen gehört, von denen die Palliativ-Krankenschwester Bronnie Ware berichtet und die u.a. sagten: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, ein Leben in Übereinstimmung mit mir selbst zu leben und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben.“ Zum Abschluss konnte jedem Teilnehmer ein Exemplar des gerade im SPRINGER-Gabler-Verlag erschienenen Buches „Executive Health – Gesundheit als Führungsaufgabe“ ausgehändigt werden.

Alles in allem eine wertvolle Veranstaltung, die viel Stoff zum Nachdenken und Nacharbeiten mit sich brachte. Während der Diskussionsrunden und Pausen konnte vieles im Gespräch mit den Referenten vertieft werden. Anderes benötigt sicher mehr Zeit und weitere Vertiefungen, um in die Praxis umgesetzt zu werden. Dazu stehen die Referenten und Steinbach & Partner mit ihrem Dienstleistungsspektrum zur Verfügung. Insgesamt machen die Ergebnisse der Tagung Mut und empfehlen, über eine Wiederholung im kommenden Jahr nachzudenken.

Steinbach & Partner, Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg

Teilnehmer-Statements

„Die Veranstaltung war exzellent und ich werde sicher an diesen Themen dranbleiben.“
Dr. Clifford Sell; Geschäftsführer E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH, Altdorf

„Ich fand die Veranstaltung insgesamt gelungen und habe mich persönlich gefreut, dass zu dieser wichtigen Thematik ein Austausch zwischen Experten und Praktikern aus ganz unterschiedlichen Bereichen stattfand.“
Dr. Hendrik Hüttermann; Universität St. Gallen; Institut für Führung und Personalmanagement

„Ein sowohl für die Reflexion der Rolle von Führungskräften, als auch in persönlicher Hinsicht eine überaus gewinnbringende Tagung. Als Führungskraft kann man nicht achtsam genug mit den Mitarbeitenden und sich selber umgehen, um das höchste Gut, die Gesundheit und damit ebenso die Betriebsgesundheit zu erhalten.“
Prof. Dr.med. Roland von Känel; Chefarzt für Psychosomatische Medizin; Klinik Barmelweid; Schweiz

„Die Übernahme von Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltig zufriedene Kunden sowie entsprechende Unternehmensgewinne und erhöht die Attraktivität des Unternehmens in Zeiten des demografischen Wandels. Wachstum ist endlich. Wir müssen umdenken.  Der Workshop hat daran erinnert und wichtige inhaltliche Hintergründe vermittelt. Die Diskussionen haben mich sehr bereichert.“
Prof. Dr.-Ing. Sven Wanser; Geschäftsbereichsleiter bei Schleswig-Holstein Netz AG

„Als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens interessiert mich das Thema nicht nur im Hinblick auf meine Personalverantwortung, sondern auch persönlich. Insofern war meine Erwartung neben der generellen Behandlung des Themas auch Hinweise zu bekommen, was ich persönlich für mich verändern kann bzw. worauf ich achten muss. Insofern hat mir die Tagung einige wertvolle Anregungen gegeben.“
Thomas Krausch; Managing Director & CFO, Cartonplast Group GmbH

„Ganzheitlichkeit ist ein im Business gerne bemühter Begriff, wenn es darum geht, der überbordenden Komplexität heutiger Führungs- und Arbeitszusammenhänge gerecht zu werden. Doch gerade im Bereich ‚Executive Health‘ steht das real gelebte Leben an erster Stelle. Der ‚Executive Health Day‘ hat eine fundierte Metaperspektive entwickelt, durch die sich die konkreten Herausforderungen für eine gesunde Unternehmenskultur nachhaltig verstehen lassen - und durch viele praxisnahe Impulse dieses Verständnis auch in die Erfahrbarkeit gebracht.“
Dr. Nadja Rosmann; Wissenschaftliche Projektleitung und Kommunikation, Identity Foundation 

„Die Tagung hat mir sehr gut gefallen und ich konnte persönlich etwas mitnehmen.“
Christian Müller, Geschäftsführer Müller Bau GmbH

„Ich habe die beiden Tage als sehr spannend und intensiv erlebt und nehme viele neue Eindrücke mit. Gerade die große Bandbreite an Themen und Vorträgen haben geholfen das immer wichtiger werdende Thema „Gesundheitsmanagement“ aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten und eigene Ideen mit einfließen lassen zu können.“
Florian Gebhard, HR Business Partner, KRONES AG

„Die Tagung des Executive Health Day war durch die eindrucksvollen Vorträge sehr lebendig und informativ. Die beiden Tage haben einen Anreiz geschaffen, neue Wege zu gehen und Ansichten zu überdenken. Auch durch die relativ kleine Anzahl der Teilnehmer, hatte man gute Möglichkeiten sich auszutauschen. Dies war rund um eine sehr gute Veranstaltung, inhaltlich wie auch organisatorisch.“
Michael Niedermeier, Vorstand, KRONES Betriebskrankenkasse